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Freitag, 10. September 2010

 

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7. September

Hoch Helmut bleibt heute am Ball

Noch keine Konditionsschwäche zeigte Hoch Helmut am gestrigen Montag und bescherte der Insel fürs Leben blauen Himmel und Sonne von Horizont bis Horizont. Auch heute noch bleibt die Küste unter seinem Hochdruckeinfluss sonnig, wobei die Temperaturen von max. 18° C sich bei dem recht steifen Ostwind etwas kühler anfühlen dürften. Mittwoch übernimmt kurzzeitig Tief Fe das Wettergeschehen und bringt Wolken und Regen bei kaum noch 15° C, ab Donnerstag wird es aber bereits wieder freundlicher und sonniger, am Wochenende werden Temperaturen über 20°C erwartet.

Der Wind weht weiter kräftig aus Ost bis Südost und sorgt für niedrige Tiden an der Küste. Erst am Donnerstag dreht er auf West. Zu den Wetterlinks...

Wenig Wasser - Fährverkehr betroffen

Der anhaltende und zunehmende Ostwind wirkt sich inzwischen stark auf die Wasserstände an der Küste aus. 75 Zentimeter niedriger als normales Tideniedrigwasser läuft das Wasser nach Berechnungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) heute ab, bereits gestern hatten die extremen Wasserstände Auswirkungen auf die Abfahrtszeiten der Fähren der Schiffahrt der Inselgemeinde. Die Abfahrten um 16 Uhr ab Bensersiel und Langeoog wurden auf 15 Uhr vor gezogen, bei den Abfahrten um 17.30 Uhr kam es zu leichten Verzögerungen. Die Fahrgäste stiegen gestern Abend über das Oberdeck ein, damit die Neigung der Brücke nicht zu groß wurde.

Niedrigwasser tritt am heutigen Dienstag gegen 5:30 und gegen 18 Uhr wahrscheinlich 1 Meter unter Normal ein.

Daher werden die Abfahrten 16:00 Uhr ab Langeoog und Bensersiel auf 15:30 Uhr vorverlegt, die Abfahrt 17:30 Uhr ab Langeoog und Bensersiel werden auf 19:00 Uhr verschoben. Alle Ausflugsfahrten fallen aus.

Erst am Donnerstag dreht der Wind von Südost auf West, so dass sich die Situation dann entspannt.

Der Wind hat in der Deutschen Bucht wegen der Form der Küste immer wieder starke Auswirkungen auf die Wasserstände. Bei Nordwestwind "schiebt" der Wind das Wasser in die Deutsche Bucht, das sich hier staut, da es nicht abfließen kann. Es kommt zu einer Sturmflut. Wind aus südöstlichen Richtungen treibt das Wasser aus der Bucht heraus. Da kaum Wasser über Elbe, Weser und Ems nach fließt, sinken entsprechend die Wasserstände.

"Wenn Engel reisen...

...dann lacht der Himmel", heißt ein altes Sprichwort, und das galt auch für die Jahresfahrt der Langeooger Senioren am Sonntag, zu der sich auch Bürgermeister Hans Jansen gesellt hatte. Helga Leiß hatte für uns eine tolle Tagesfahrt nach Norderney auf die Beine gestellt. Um 8:45 Uhr waren wir in Langeoog aufgebrochen, und schon auf der Hinfahrt mit der Langeoog II war die Stimmung prächtig. Herbert Burmester mit seinem Akkordeon brachte uns auf dem Schiff und das Schiff in den Wellen zum Schunkeln.
Eine erste morgendliche Erkundung des Ortes, der im Vergleich zu Langeoog recht städtisch erscheint (immerhin hat Norderney über 6.000 Einwohner), führte uns u.a. auch zu dem großen, weißen "Conversationshaus", das von den Archtiktenbrüdern Marc und Jens Brune ausgestaltet wurde, eben jenen Architekten, die auch das neue Fährhaus in Bensersiel entworfen haben. Danach stärkten wir uns bei einem Mittagessen im Hotel Ennen.
Nachmittags gab es eine Busrundfahrt über die ganze Insel, so auch durch die weiten Dünenlandschaften, zur "Weißen Düne" und zum Ostende. Der sehr freundliche Busfahrer wusste viel zu erzählen und zu zeigen, auch wenn er sich ab und zu ein lustiges "haben wir auf Langeoog auch" anhören musste. Nach einer Kaffee-Pause im Golfhotel war die Zeit schon wieder viel zu schnell um, und es hieß die Heimfahrt anzutreten. Die herrliche Abendsonne auf der Rückfahrt und die Farben der Nordsee, die uns auch an dem Saugbagger vorbeiführte, rundeten diesen schönen Tag ab. (Bericht & Fotos: Lotte Kremer)

"Licht an" im Jakob-Pauls-Weg

Für Licht am Abend im Jakob-Pauls-Weg hat gestern Edgar Erdmann von der EWE-Bezirksmeisterei Esens gesorgt, die auch für die Straßenbeleuchtung auf Langeoog zuständig ist. Dabei wurde diesmal nicht nur das defekte  Leuchtmittel erneuert, der ganz Kopf wurde getauscht und durch einen moderneren ersetzt.

Als Leuchtmittel kommen in der Straßenbeleuchtung spezielle Glühbirnen zum Einsatz, so genannte Quecksilberdampflampen HQL von OSRAM, die sehr langlebig sind und eine größere Leuchtkraft aufweisen und speziell für Straßenbeleuchtung und Industrieanlagen entwickelt wurden. 

Schönes aus Holz

Schon am Sonntag war Holzkünstler Andreas Kronshage auf dem Kunsthandwerkermarkt im Spöölhus, und hat gezeigt, was man mit einer Dekupiersäge alles aus Holz machen kann. Noch bis zum 12. September ist er weiterhin täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr vor Ort, und zeigt, wie man Fensterbilder, Spiele oder Puzzle herstellt.

Nach Absprache steht er auch gerne für Workshops bereit, und führt sie in diese interessante Holzbearbeitungstechnik ein.

Letztes Konzert vor dem Jubiläum

"Sie wissen aber schon, dass das Jubiläumskonzert erst am Samstagabend statt findet?" - Moderator Gerrit Agena rieb sich bei der Begrüßung verwundert die Augen, der große Saal des HDI war so gut gefüllt, wie noch nie in der Saison. Auf der Bühne war es ähnlich, fast alle Shantymen um Chorleiterin "Puppa" Elisabeth Peters waren wenige Tage vor dem großen Abend an Deck, sogar Solist Torsten sang mit gebrochener Hand und konnte daher als Fischweib statt seines Wagens nur einen Korb Fische auf die Bühne bringen.

Erstmals gab es nach den Sommerferien keinen "Fototermin" mit Kindern auf der Bühne.

Das Publikum ging toll mit, war begeistert von "Five o' clock in the morning", "At the Rising of the Moon", "Cock Robin" & Co. und sang und schunkelte kräftig mit bei der "Reeperbahn". 

"Bis zum nächsten Mal - Auf Wiedersehen" hieß zum Schluss, das Wiedersehen gibt es diesmal schon am Samstag um 19 Uhr im Haus der Insel.

Riesiger Bagger beeindruckt

Die gewaltigen Dimensionen des Baggers EDAX, der seit Sonntag in der Accumer Ee liegt und von hier aus ein Sand-Wasser-Gemisch durch die Druckleitung für die Strandaufspülung vor dem Pirolatal pumpen wird, werden deutlich, wenn man die Fotos sieht, die Arvid Männicke von der Segelschule Langeoog am Rand der Wattenregatta gemacht hat.

Zu dieser Zeit waren die Crews der EDAX und des Versorgungsschiffs MCS ANNEKE südlich des Flithörns damit beschäftigt, den riesigen Schneidkopf zu montieren, der sich in den letzten Wochen durch die Platen in der Accumer Ee wühlen wird.

Am Sonntag wurde der Bagger dann an seinen eigentlichen Einsatzort geschleppt, hier verankert und startete für einen Testlauf für die Druckleitung am Montag erstmals die Pumpen.

Salzwasserfontäne am Hauptbad

Es war keine Salzwasserquelle, die sich gestern in einer großen Fontäne plötzlich ihren Weg durch den Sand an die Oberfläche suchte und ein warmer Geysir schon gar nicht. Vielmehr brachte der erste Testlauf der Druckspülleitung durch den Bagger EDAX in der Accumer Ee kleine Undichtigkeiten im Verlauf der mehrere Kilometer unter dem Strand verlegten Rohrleitung zu Tage.

Ein Bagger fuhr die Trasse ab, legte die undichten Rohrverbindungen frei, die dann anschließend nachgezogen wurden. Zwischen den Rohren wurden Gummidichtungen montiert, bei denen in Einzelfällen der Anpressdruck nicht ausreichte.

Für viele Gäste und auch die Kinder und Betreuerinnen des Langeooger Kindergartens war die Aktion ein willkommenes spektakuläres Schauspiel. Manch einer mag über den Löffelbagger gedacht haben, mit dem "Spielzeug" wäre eine schöne Strandburg ein Kinderspiel.

Wenn der Test abgeschlossen ist, wird die Strandaufspülung am Pirolatal beginnen.

Deichbau in Schilda?

Viel ist dieser Tage die Rede vom Dünen- und Küstenschutz, von der Strandaufspülung vor dem Pirolatal, über die Rohre am Strand, über gute und weniger gute Dünenschutzmaßnahmen, um schmale Randdünen zu schützen usw. ... aber nach allem, was man so mitbekommt, ist es da nicht ganz verwunderlich, was man am Flinthörn zu sehen bekommt? Was macht da der Deich bloß in der Reihe, im Schutze einer ihn um viele Meter überragenden hohen Düne? ... Und seeseits dieser Düne schließen sich weitere Dünen an, oberhalb eines Strandes, der so breit ist, dass bei Flut vom Dünenfuß aus kaum die Brandung zu hören ist. ... Und überhaupt der Dünenfuß: Wird er nicht über hunderte Meter gesäumt von einem großen Feld von Primärdünen, die eines Tages vielleicht mal als zusätzliches Bollwerk die winterlichen Sturmfluten abhalten?? ... Ein Deich so weit weg von der Waterkant? Solche Art Küstenschutz vermutet man eher in Schilda, wo die Bürger so manche Streiche spielen, aber doch nicht in Ostfriesland mit seiner jahrhundertealten Erfahrung im Dünenschutz?? ... Im nächsten Langeoog News Wochenmagazin verraten wir, warum dieser Abschnitt des Flinthörndeiches alles andere als eine aus fernen Schilda importierte Methode ist.

E-Karre komplett zerlegt

Eine zerlegte E-Karre steht zur Zeit in der Lackierhalle des Inselbahnbetriebshofes. Das Schlosser-Team, hier Stephan Volkmann und Detlef Schrage, hat sie so weit auseinander gebaut, dass Rahmen und Türen komplett neu gestrichen werden können. Auch die riesigen Batterien wurden komplett aus dem Fahrzeug gehoben, Türen demontiert und Räder abgebaut.

Der neue Lackaufbau wird aufwändiger sein als das Original, durch verschiedene Schichten Grundierung und Decklack trägt die Schiffahrt der Inselgemeinde den besonderen Beanspruchungen durch das spezielle Klima und die salzhaltige Luft Rechnung.

 Sportweb

Haus Jonathan

Bazies bauen aus - Inselvolleys rücken vor

Die neue "ewige Bestenliste" des großen Strandvolleyball-Turniers enthält an der Spitze wenige Veränderungen. Die Bayern Bazies haben durch ihren Sieg mit inzwischen vier ersten Rängen seit 2002 ihren Platz an der Sonne gefestigt.  Die befreundeten Rivalen von den TSV Strandhasen müssen inzwischen zwei Siege in Folge in den kommenden Jahren erringen, um sie von dort zu verdrängen.

Den größten Sprung in der oberen Tabellenhälfte machten die Inselvolleys (Foto) von Platz 53 auf Platz 41. Das Team um Sandra Kaiser, Susanne Beeg und Philip Kremer, bei dem auch Johanna Rottstädt und Felix Lahme vom diesjährigen Sportteam mitwirkten, konnte erstmals den achten Platz bei dem traditionsreichen Turnier belegen, beste Platzierung war zuvor Rang 13 im Jahr 2000. Einen ähnlichen Sprung nach vorne machten "Die Wikinger" (jetzt 46.) und die "Sprunggewaltigen Lemminge" (93.)

 

Foto-Impressionen von der Wattenregatta

Auch Arvid Männicke von der Segelschule Langeoog war bei der diesjährigen Wattenregatta des Seglerverein Langeoog mit der Kamera aktiv und hat Langeoog News eine große Anzahl interessanter Foto-Impressionen vom Wasser aus mit der Sonne im Rücken aufgenommen zur Verfügung gestellt. Eine Auswahl der Bilder finden Sie in unserem Dia-Projektor.
 
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